fachhochschule eisenstadt 2003

Die Fachhochschule entsteht unmittelbar im Anschluss an den Technologiepark Eisenstadt. Das neue Gebäude sucht die Balance zwischen städtebaulich sinnvoller Einfügung und jenem Maß an Selbstbehauptungskraft, das der inhaltlichen Bedeutung der Institution gerecht wird und das architektonische Überleben in der suburbanen Kampfzone sicherstellt. Der weit ausladende Hörsaaltrakt sorgt für erkennbare Signifikanz und setzt eine weithin sichtbare einladende Geste.
Der öffentliche Charakter des Hauses kommt deutlich zum Ausdruck.

Die Eingangszone unter den Hörsälen, die auch alle zentralen Einrichtungen wie die Bibliothek und ein Cafe beinhaltet, ist betont offen und transparent. Die so entstehende Verschränkung von Innen- und Außenraum bildet ein wesentliches Leitthema für den gesamten Bau. Der Baukörper ist im gleichen Maße kompakt wie auch porös, sodass ein vielfältiges Gefüge entsteht, das auf eine Neuinterpretation der angelsächsischen Campusidee abzielt. Die Wege sind kurz und netzartig verflochten. Immer wieder stoßen sie auf grüne Höfe, sodass trotz genereller Dichte eine innere Offenheit und abwechslungsreiche Raumsequenzen entstehen.

Durch die gebremste Höhenentwicklung entsteht Überschaubarkeit und Maßstäblichkeit in den Freiräumen ebenso wie im Inneren des Gebäudes. Wenn darin eine Anleihe aus der lokalen Bautradition gesehen wird, so ist das durchaus im Sinne der Verfasser.

 

wettbewerb 2001
bauzeit 2002 - 2003
mitarbeiter johann zaunrieth / helmar gattringer / robert oberbichler / dietmar moser